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Эхо – Ekho – Echo

01. August 2025 - 31. Juli 2026

Ein einjähriges Community-Projekt mit Treffen, Ausflügen und Workshops zur gemeinsamen Aufarbeitung und Versöhnung der russlandsdeutschen Geschichte.

Foto: Elena Mumza

Russlanddeutsche (Spät-)Aussiedler*innen sind eine der größten migrantischen Gruppen in Deutschland. Dennoch bleibt die vielseitige Geschichte der Russlanddeutschen weitgehend unsichtbar – auch innerhalb der Community. Viele Kapitel dieser Geschichte wurden lange kaum thematisiert, kritische Fragen oft nicht gestellt. Mit dem aktuellen Regime Putins und dem Angriffskrieg auf die Ukraine spalten sich russlandsdeutsche Communities heute umso mehr. Gerade in solchen Zeiten braucht es Aufklärung, Austausch und Zusammenhalt. Projekt Ekho möchte daher russlanddeutsche Vergangenheit sichtbar machen und aufarbeiten – durch Austausch, Bildung und künstlerische Auseinandersetzung. 

Katharina und Elena sind russlanddeutscher Abstammung. In ihren künstlerischen und akademischen Arbeiten setzen sie sich intensiv mit der Geschichte und Migration ihrer Familien auseinander. Gemeinsam mit Freund*innen, die im Hintergrund unterstützten, haben sie das Projekt Ekho ins Leben gerufen. Gemeinsam verfolgten sie das Ziel, eine russlandsdeutsche Community aufzubauen.

Das Projekt startete im August 2025. Ziel war es, die individuellen Familiengeschichten aller Teilnehmenden aufzuarbeiten, auch gemeinsam durch kostenlose Workshops verschiedener künstlerischer Disziplinen.

Die Abschlussausstellung im Juni 2026

Ein Jahr voller Spurensuche fand im Juni 2026 seinen erfolgreichen Abschluss. Gemeinsam hatte die Projektgruppe zuvor recherchiert, Ahnenforschung betrieben und in den Workshops ihre künstlerische Stimme gesucht. Die gesammelten Ergebnisse wurden schließlich in einer großen Abschlussausstellung vom 11. bis 14. Juni im ROOTS & ROUTES Space mit der Öffentlichkeit geteilt. Dort machten die Teilnehmenden ihre Gedanken zu Themen wie post-migrantischer Identität, Zuhause und den Spuren vergangener Generationen in vielfältigen Kunstwerken sichtbar.

Vier Tage lang öffneten sich die Türen für ein breites Spektrum aus Fotografie, Malerei, Games, Audioinstallationen, Tanz, Musik, Literatur und vielem mehr. Neben den ausgestellten Werken gab es zur feierlichen Vernissage und Finissage spannende Performances und Redebeiträge auf der Bühne. Ein zusätzliches Highlight der Ausstellungstage waren die Screenings des Kurzdokumentarfilms „Ja prischlá – Ich bin angekommen“ (2024), die durch ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Lea Hardock abgerundet wurden.

Für nachträgliche Einblicke in den Projektverlauf und Eindrücke der entstandenen Werke lohnt sich weiterhin ein Blick auf den offiziellen Projekt-Instagram-Account @projekt.ekho.

Förderung

Эхо – Ekho – Echo ist ein RRCGN-Projekt und wird gefördert vom EU-Programm europäisches Solidaritätskorps